Entstehungsgeschichte der Alpen
Eine kleine Erschließungsgeschichte der Alpen - Von früher Vorzeit bis zum Massentourismus
Teil 1:
Vorzeiten
Das Mittelalter hielt sich länger als anderswo
Tourismus verändert
Diese kleine Erschließungsgeschichte der Alpen bildet die Grundlage für den Themenbereich auf der Homepage www.mitlinksbergauf.de. Sie soll informativ und unterhaltsam über Entwicklungen im Alpenraum berichten, wobei der Schwerpunkt natürlich bei der jüngeren Vergangenheit liegen muss, also etwa von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute.
Folge 1 der „Erschließungsgeschichte“ reicht von der Prähistorie bis in die frühe Zeit des Massentourismus in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts.
Folge 2 wird dann von der Vereinnahmung des Alpinen durch die Nazi-Ideologie handeln, vom ganzjährigen Massenansturm auf die Alpen von den fünfziger Jahren an und von den Problemen, die mit diesem Ansturm verbunden ihren Anfang nahmen und bis heute wirken.
Da es aber nicht nur um Probleme und deren Bewältigung gehen kann, sondern auch um das Aufzeigen neuer Möglichkeiten des Lebens im Gebirge und des Tourismus’ in den Alpen, wird damit die „Erschließungsgeschichte“ erst einmal enden - und sie wird dabei die Stichworte geben für all das, was fortan zum Thema der Gruppierung „Mit Links bergauf“ gemacht wird: Wirtschaft, Verkehr, Naturschutz, Tourismus, Kultur.
Das Lesen lohnt sich. Und gewiss auch das „Dranbleiben“. Und wer immer Lust hat, seine Überlegungen auch einzubringen, hat im Gästebuch die Möglichkeit dazu. „Mit Links bergauf“ lebt von der lebendigen Teilnahme aller interessierten Menschen.
Und die vorliegende Erschließungsgeschichte kann längst nicht alle Aspekte anreißen.
Aber: immerhin ...
Vorzeiten
Anfangen könnte man vor Tausenden von Jahren, als die Alpen dünnst besiedelt waren, als ein Ötzi Gletscher überquerte und dabei zu Tode kam. Die Berge waren Hindernisse, Barrieren, sie waren gefahrvoll, unheimlich, mystisch. Ihre Gipfel konnten in den verschiedensten Farbtönen erstrahlen, aber sie brachten mit Muren, Lawinen und Hochwassern auch wieder und wieder Verderben. Die Berge wurden zu Göttersitzen. Dort hausten die hohen Mächte, die mal wohlwollend, mal strafend die Geschicke des Daseins lenkten. Und sie wurden zu Kultstätten. In Südtirol findet man zahlreiche sog. Schalensteine; Felsritzungen in den Südalpen, aber auch archaische Steinzeichen am Nordrand der Alpen.
Die eigentliche Erschließung der Alpen begann aber später. Sie ist zunächst geprägt von Eroberung und Krieg, später vom Handel und den dafür nötigen Routen durch die Berge. Denn: zur Bereisung der Alpen gab und gibt es nur einige Übergänge von Nord nach Süd. Diese Pässe waren die Nadelöhre und die exponiertesten Stellen eines Ganges oder einer Fahrt über das Gebirge. Der Brennerpass soll hier als Beispiel dienen.
Um 15 v. Chr. führte der römische Feldherr Drusus Truppen von Italien her über Reschen und Brenner. Die Römer bauten die Saumpfade zu durchgängigen Alpenstraßen aus, und sie verbanden damit die Nordteile ihres gewaltigen Imperiums mit Rom. Die „Via Claudia“, angelegt in den Jahren 41 bis 54 nach Christus, erinnert an den damals herrschenden Kaiser Claudius, und sie bezeichnet direkte Verbindungen von Oberitalien nach Raetien (dass die „Via Claudia“ mehrere Strecken benennt, mag verwirrend sein, tut aber hier nichts weiter zur Sache). Ein spätantikes Straßenverzeichnis listet im unmittelbar alpinen Raum bereits die Ansiedlungen Parthano (Partenkirchen), Veldidena (Wilten bei Innsbruck), Vipiteno (Sterzing), Sublavione (Klausen) und Tridento (Trient) auf.
Das antike Straßennetz der Römer bot dann im frühen Mittelalter die Voraussetzung für einen den Norden mit dem Süden verbindenden Handel, der sich zur Lebensader des Alpenraumes entwickelt hat.
Lesetipp:
IA CLAUDIA – STATIONEN EINER STRASSE. Schriften des Freilichtmuseums Glentleiten. Großweil 2000. ISBN 3-924842-25-6.
Das Mittelalter hielt sich länger als anderswo
Im Mittelalter war der allergrößte Teil der alpinen Region völlige Wildlandschaft, unerschlossen, unerforscht. Insbesondere in Tirol und Südtirol sind die vielen Burgen stumme Zeugen einer rauhen Vergangenheit. Regionalfürsten und Clanchefs befehdeten sich heftig. Der Kriegszustand war kein Ausnahmezustand. Die Reisewege führten naturgemäß durch die Täler, aber dort, wo die sich verengten, wie zum Beispiel zwischen Bozen und Schönau, da war der Reisende bedroht von Naturgewalten und Raubrittertum. Die Flüsse waren wild, es gab keine Regulierung und keine Schutzmaßnahmen, oft waren die Engstellen unpassierbar. Und wer auf Raub aus war, der wusste, dass die Engstellen ideale Orte waren: da gab es keine Chance zu entkommen.
Heute fragt man sich , warum eigentlich die Bergbauern so hoch gesiedelt haben. Die Höfe auf 1200 oder 1300 Metern Höhe, zu denen heute Straßen hinauf führen, standen schon vor Jahrhunderten an eben diesen Stellen. Und sie waren nur schwer und mühsam zugänglich. Und auch das Land, das diese Bauern bewirtschafteten, machte das Leben nicht leicht: steile Hänge, mühsame und oft gefahrvolle Arbeit, wenig Kontakt mit anderen Menschen.
Der in Meran lebende Schriftsteller Sebastian Marseiler, selbst aus einer Bergbauernfamilie stammend, begründet die „Höhenlage“ der Höfe so:
„Die Täler waren sumpfig, morastig, immer von Hochwassern bedroht. Dazu kam die Gefahr durch Kriegs- und Raubzüge. Dort droben auf dem Berg war es beschwerlich, aber auch sicherer. Und zudem war jeder Herrscher weit, und seine Steuereintreiber haben sich da wohl oft schwer getan, ihre Forderungen einzulösen.“
Es war ein sehr autarkes Leben hoch über den Tälern. Und diese Daseinsform hielt sich lange, hielt sich bis etwa in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Fast alles, was zum Leben benötigt wurde, musste auf dem Hof, musste in der Familie geschaffen und erzeugt werden: Lebensmittel, Kleidung, Medizin. Wald und Felder und das Vieh gaben Nahrung (Pilze, Beeren, Getreide, Gemüse, Obst, Milch, Fleisch), aus Fellen und Wolle wurde die Kleidung gearbeitet, und die überlieferte Kenntnis der natürlichen Heilmittel sorgte dafür, dass auf jedem Hof Tränklein und Tinkturen bereit standen, um den verschiedensten Krankheiten entgegen zu wirken. Dass die Möglichkeiten dieser Mittel begrenzt war, ersieht man aus der großen Kindersterblichkeit, die bis ins 20. Jahrhundert zu beklagen war.
„Früher waren Familien mit dreizehn oder vierzehn Kindern keine Seltenheit“, erzählte die im Jahr 1900 geborene Theofrieda Neururer aus dem österreichischen Pitztal. „Freilich sind viele kleine Kinder gestorben. Man hat nicht viel Aufhebens gemacht. ‚Haben wir halt wieder ein Engele mehr im Himmel, das uns einmal hinaufhilft’, hat die Mutter gesagt. Bei uns waren fünf ‚Engel’ im Himmel. Man hatte eine andere Einstellung zu Kindern und zum Tod.“
Die archaische Lebensform der Bergbauern erhielt naturgemäß mit dem Wandel der Zeiten auch fortschrittliche Veränderungen. Die Errungenschaften der Technik und der talbezogenen Zivilisation brauchten zwar länger bis in die Höhenlagen und länger, um manche Halsstarrigkeit zu überwinden, aber aufhalten ließen sie sich nicht: Die Vorzüge der Motorisierung und der Elektrizität drangen vor bis zu den abgelegensten Höfen, und sie veränderten das Leben der Menschen nachhaltig. Die gravierendsten Veränderungen allerdings brachte nicht der technische Fortschritt mit sich, sondern die Mobilität, die er nach sich zog. War im Mittelalter das Reisen in den Alpen eine Plage gewesen, eine Notwendigkeit für Soldaten, Pilger, Handeltreibende, so bekam es schon im frühen 19. Jahrhundert eine durchaus unterhaltsame Note. Mit dem Ausbau von Straßen und bald schon Schienenwegen wurde der Tourismus begründet. Die „Fremden“ kamen. Und mit ihnen kamen neue Lebensbilder und Weltsichten, kam Fortschritt im besten Sinn in diese lange Zeit weltabgeschiedenen Bergregionen und Täler. Die verkehrstechnische Erschließung und das Aufkommen des Tourismus schienen ein wahrer Segen für die Menschen im Gebirge.
Lesetipp:
Max Mittler: PÄSSE, BRÜCKEN, PILGERPFADE. HISTORISCHE VERKEHRSWEGE DER SCHWEIZ. 208 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Artemis Verlag Zürich und München, 1988.
Tourismus verändert
Dass der Tourismus eine Todsünde sei, hat der berühmte Film- und Opernregisseur einmal verlautbart. Dem könnte man sich anschließen, wenn man den Blick nur darauf richten würde, was der Fremdenverkehr unwiederbringlich verändert und zerstört hat. Aber das Thema ist komplexer: Ohne den Tourismus wären zahlreiche Alpenregionen völlig entsiedelt, die Menschen wären weggezogen, um in urbaneren Gefilden ein weniger karges Dasein führen zu können. Wer einmal durch die französische Seealpen wandert, kann sich ein eindringliches Bild davon machen: ausgestorbene Dörfer, verlassene Höfe und Almen, eine verwilderte Landschaft. Das Gebirge sich selbst überlassen, alpine Kultur aufgegeben. Dieser Verlust ist größer noch als der Verlust der Ursprünglichkeit in jenen Alpendörfen, die sich marktschreierisch dem Tourismus anbieten.
Das Problem besteht in der Gratwanderung zwischen maß- und nutzvollem Tourismus einerseits und nur mehr konsumorientierten Massenansturm andererseits. Und genau in diesem Sinne ist Werner Herzogs Satz zu verstehen: Nicht das Bereisen der Alpen ist eine „Sünde“, sondern das Eindringen in fremde Regionen ohne den geringsten Respekt für deren Besonderheiten und ohne Achtsamkeit gegenüber Menschen, Traditionen und Landschaften.
Dass die Problematik aber nicht neu ist, nicht, wie man annehmen könnte, in der Wohlstandsgesellschaft ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begründet ist, ersieht man an Aufzeichnungen des „Alpenwanderers“ Heinrich Noe. In seinem 1865 erschienenen „Bairischen Seebuch“ schildert er, wie schon damals der Fremdenverkehr eigenartige Blüten trieb.
Über Kochel, das damals Bad Kochel bezeichnet wurde, steht da höchst amüsant zu lesen: „Der ‚Kocheler Wasserfall’, wie er heißt, seit das modische Bad Kochel besteht, ist ein Wasserfall wie andere am Alpenrand. Seine Wassermenge ist nicht groß; dagegen werden die Abende gelobt, an welchen er bengalisch beleuchtet wird.“
Und weiter: „Wenige Schritte von diesem Wassersturz entfernt ist für die Besucher des Bades eine ‚Alpe’ eingerichtet. Einige zwanzig Ziegen und Böcke grasen auf dem Geröll – Sennerin und Geißbube fehlen nicht. Die Lage ist mit vielem Geschmack gewählt; über den herumkriechenden Latschen erhebt sich graues, wüstes Gestein, der Schroffen der Jocherspitze. Mit Zuhilfenahme einiger Phantasie kann man sich leicht auf eine wirkliche Alpenhütte versetzt glauben ... Das Verzeichnis der Erfrischungen ist reichhaltig – jedenfalls ein Vorzug vor den zähen Kässtücken und Milchkübeln der Kaser. Es ist vielfach über eine solche ‚Alpe’ gespöttelt worden - auch ich bin mit dem Vorurteil hierhergegangen, eine Dekoration mit Maskerade für Norddeutsche zu finden ...“
1865 war das, als für die Gäste des Ortes der Wasserfall bengalisch beleuchtet wurde und eine „Alpe“ in Spaziergangentfernung vom Ortskern alpines Leben vorgaukelte. Lange vor Disneyland. Und lange vor dem Ansturm der Massen auf die Alpen.
Die touristische Erschließung der Alpen begann im 19. Jahrhundert. Täler, wie zum Beispiel das seit Jahrhunderten in Abgeschiedenheit gelegene Grödnertal, kamen in Mode. Die Touristen von damals waren Menschen, die über hinreichend Geld und hinreichend freie Zeit verfügten. Der Weg von London zu den Schweizer Viertausendern war aufwendig, kostspielig und zeitraubend. Der Weg von München nach Bruneck war etwas kürzer, aber auch dazu musste man gut bei Kasse sein.
Schaut man auf die Erschließungsgeschichte der Dolomiten, wird einem rasch klar, dass Geldadel gepaart mit Abenteuerlust die Gipfel eroberte. Der Wiener Geschäftsmann Paul Grohmann lieferte sich mit einigen britischen Lords und Gentlemen einen wahren Wettlauf um die Eroberung vermeintlich noch unbestiegener Alpengipfel. Vermeintlich deshalb, weil oftmals schon früher ein heimischer Hirte oder Gemsenjäger hinaufgestiegen war und ein Steinmanndl als Zeichen hinterlassen hatte. Wenn dann die wohlhabende „Kundschaft“ im Ort Quartier bezog, einen Ortskundigen als Führer bestellte und sich erbot, für eine Erstbesteigung mehr zu bezahlen als für einen bereits erstiegenen Gipfel, dann schlich am Vorabend der heimische „Bergführer“ auf seinen Berg, warf das Steinmanndl über den Haufen und strahlte nächstentags mit seinem Auftraggeber gemeinsam über diese Eroberung eines bis dahin noch jungfräulichen Gipfels ...
Die Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde später als das Goldene Zeitalter des Alpinismus bezeichnet. Als es mit der erfolgreichen und dennoch tragischen Erstbesteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865 seinen Abschluss fand, waren alle bedeutenden Alpengipfel erstiegen. Hatten sie einst als Sitze der Götter gegolten und boten sie noch bis hinein ins 19. Jahrhundert reichlich Stoff für Sagen und Märchen, so waren sie jetzt ihrer Geheimnisse und Mythen beraubt. Und die Berichte von den Alpinisten lösten europaweit einen ersten großen „Alpen-Boom“ aus. Die Fremden kamen ins Gebirge! Immer mehr und überall hin.
„Ein völlig neues Kapitel in der Kulturgeschichte des Reisens beginnt mit dem Reisen zum Zwecke der Erholung und Entspannung“, schreiben Franziska Lobenhofer-Hirschbold und Ariane Weidlich in dem Buch „Ziemer zu Vermithen. Aspekte der touristischen Entwicklung von 1850 – 1960“.
„Anfangs ausschließlich ein Vorrecht der gesellschaftlich Privilegierten und Begüterten, wird die Erholungsreise in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch für das vermögende Bürgertum durchführbar. Vor allem das neue Verkehrsmittel Eisenbahn sowie eine verbesserte Infrastruktur ermöglichen die schnellere und bequemere Überwindung großer Distanzen.“
Ende des 19. Jahrhunderts gibt es ein gut ausgebautes Schienennetz, das die Hauptstadt München mit dem Alpenvorland und mit dem Hochgebirge verbindet: München – Rosenheim (1857); Berchtesgaden (1888); Ruhpolding (1895); Bad Tölz (1874); Tegernsee (1902); Kochel (1898); Tutzing (1865); Murnau (1879); Oberammergau (1900); Garmisch-Partenkirchen (1889).
Mit der Industrialisierung wurde die Arbeit neu definiert. So genannte freie Zeit wurde als Ausgleich zur Arbeit ein Begriff. Ab dem frühen 20. Jahrhundert erweiterte sich die Bevölkerungsschicht, der eine Erholungsreise grundsätzlich möglich war.
„Die Städter fuhren in die ‚Sommerfrische’ und quartierten sich auf dem Land ein. Für die Unterbringung der Gäste aus verschiedenen sozialen Schichten entstand ein breites Spektrum an Unterkünften, vom professionellen Hotelbetrieb bis hin zum einfachen Privatquartier auf dem Bauernhof. Gleichzeitig mit den Gästen kamen weitere „Fremde“ in die Dörfer: Saisonarbeitskräfte, die in der neue Dienstleistungsbranche dringend gebraucht wurden“ (aus „Ziemer zu Vermithen“).
Zum fortschreitenden verkehrstechnischen Ausbau der Reisewege in den Alpen kam ein weiterer Umstand, der das Gebirge immer interessanter machte: Der Skisport kam auf. War der Erholungsurlaub zunächst noch beschränkt auf die Sommerzeit, wandelte sich bald das Interesse: Der Winter gewann zunehmend an Attraktivität.
Um 1890 wurde der Heimgarten bei Ohlstadt mit Ski bestiegen - die erste überlieferte Skitour, von der man heute weiß. 1901 gründeten ein paar begeisterte Skipioniere in St. Christoph am Arlberg den ersten Skiclub der Alpen. Zwanzig Jahre später war der Skilauf en Vogue - auch wenn es noch keine Liftanlagen gab, die der Mühsal des Aufstieges Abhilfe geschaffen hätten.
Dass zudem Filme in die Kinos kamen, die einem breiten Publikum die Faszinationen des Hochgebirges und die Freude am Skilauf nahebrachten, tat ein Übriges. Mit Filmen wie „Das Wunder des Schneeschuhs“(1920) und „Der weiße Rausch“ (1931) begeisterte Arnold Fanck das Kinopublikum in den Großstädten - wer etwas auf sich hielt, fuhr bald schon in die Berge - und fuhr Ski ...
Der Tourismus brachte Veränderungen. Die Stille und Einsamkeit der Berge musste dem Andrang von immer mehr Menschen weichen. Das bergbäuerlich geprägte Leben der Einwohner veränderte sich ebenfalls: Der Tourismus brachte zunächst Zubrot, bevor er für viele zum Haupterwerb wurde. Und bevor er vielerorts aus den Fugen geriet.
Lesetipp:
Aurel Schmidt: DIE ALPEN. SCHLEICHENDE ZERSTÖRUNG EINES MYTHOS. 336 Seiten. Benziger Verlag, Zürich 1990.
Die Erschließungsgeschichte der Alpen wird in Kürze fortgesetzt.
Folge 2 reicht von der „Kampfideologie der Bergsteiger bis zur much-fun-Generation"











